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Schon gelesen, dass...

... Bernhard Burgener, der Chef der schweizerischen Highlight Communication und Erzfeind der Constantin Medien Repräsentanten Dieter Hahn und Fred Kogel, mal wieder mit einem Zukauf gescheitert ist?

 

Die Meldung

Da hat Bernhard Burgener, einst Chef, jetzt Feind der Constantin Medien AG und jetzt Verwaltungsratsvorsitzender der schweizerischen Highlight Communications AG, wohl mal wieder aufs falsche Pferd gesetzt. Wie dossierB mehrfach berichtete, möchte Burgener mit allen Mitteln verhindern, dass die Highlight-Tochtergesellschaft Constantin Film aus der von ihm geführten Highlight herausgelöst und verkauft wird. Das möchten Dieter Hahn, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der Constantin Medien, sowie der Vorstandsvorsitzende des Münchner Unternehmens Fred Kogel. Mit dem Verkaufserlös möchten die beiden das Sport- und Entertainment-Geschäft ausbauen. Eigentlich könnten beide bei der Highlight Communications durchregieren, da die Constantin Medien 60 Prozent der Highlight-Anteile hält. Doch ein Großteil der Aktien wurde vor Jahren an ein Unternehmen namens Stella Finanz AG verpfändet und ist bei der Bank Julius Bär hinterlegt. Stella-Chef Martin Hellstern, der zum Kreis Burgeners zählt, will aber die Aktien nicht herausrücken, obwohl Hahn das Darlehen ab- lösen will, für das die Papiere als Pfand dienen. Damit verhinderte Burgener bisher, dass die Constantin Medien ihre Stimmrechte bei der Highlight wahrnehmen kann. So weit die Hintergründe. Nun hatte sich Burgener beziehungsweise die Highlight offenbar einem Konsortium angeschlossen, das dem Ringier-Verlag die Blick-Gruppe mit den Blättern „Blick“, „Sonntags-Blick“, „Blick am Abend“ und den dazugehörenden Onlineportalen für mehr als 230 Millionen Franken abkaufen wollte. Dieses Angebot, hinter dem vor allem der frühere Nationalrat der Schweizerischen Volkspartei (SVP) Walter Frey und deren graue Eminenz Christoph Blocher stehen sollen, unterbreitete der Wirtschaftsanwalt Martin Wagner, der – bis dahin – auch für das Gemeinschaftsunternehmen Ringier Axel Springer Schweiz tätig war. Ziel des Deals soll laut schweizerischen Zeitungen unter anderem gewesen sein, den Sportteil von „Blick“ vom Rest der erworbenen Gruppe abzuspalten und in die Highlight einzugliedern. Mit der Vermarktung von Unterlizenzen für Sportevents wollten die Käufer eine „Geldmaschine“ schaffen. Wird aber nix, weil Ringier-CEO Marc Walder keinerlei Interesse zeigte. Im Nachhinein behauptete der geschasste Anwalt Wagner gegenüber der überregionalen Tageszeitung „Tages-Anzeiger“ („Tagi“), er habe das Angebot zurückgezogen, weil ihn Walder öffentlich als Strohmann der SVP hingestellt habe.

 

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