Nun ist es auch offiziell bestätigt, was dossierB Freitag vergangener Woche in einer Vorabmeldung verbreitet hat: Hans-Gerd Bode ist Sprecher der
Porsche AG und damit Nachfolger von Christian Dau, der in den Bereich Wirtschaft und Politik von Porsche wechselt, um Gerhard Schäfer abzulösen, der vor der altersbedingten Pensionierung steht. Damit kann der neue Vorstandsvorsitzende der Porsche AG Matthias Müller kommunikativ auf
einen Mann bauen, der nicht nur bei Porsche Erfahrungen als Produktpresse-Verantwortlicher gesammelt hat, sondern auch den VW-Konzern kennt, dem er zuvor – ebenfalls als Produkt-Kommunikator – gedient hat. Außerdem hat Bode Erfahrungen bei Opel und Mercedes-Benz gesammelt. VW-Kommunikator Stephan Grühsem hatte seit längerer Zeit nach einem Kandidaten von außen gesucht. Zuletzt lag dem Vernehmen nach Wolfgang Zanker von Mercedes-Benz ein unterschriftsreifer Vertrag vor, den er aber „auf Bitten seiner Vorgesetzten und des Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche“ dann doch nicht unterzeichnete. Eigentlich hätte sich Grühsem die Suche sparen können, denn mit Bode hatte er längst den richtigen Mann an Bord. Der Haken: Bode sollte vor gut zwei Jahren die VW-Kommunikation in den USA übernehmen, war dann aber kurz vor Amtsantritt abgesprungen, um zu Porsche zu gehen. Das hat Grühsem offensichtlich leicht übel genommen. Aber nun ist alles wieder gut, weil der CEO Müller auch ein Wörtchen mitreden wollte. Der hatte sich vor wenigen Wochen mit einer von
Peter Hannemann, dem Lieblingsberater Grühsems, handverlesenen Gruppe von Motorjournalisten in Stuttgart getroffen und sich beiläufig von denen sagen lassen, dass Bode ein angesehener Zeitgenosse sei.
Für Vorgänger Dau mochte dagegen keiner ein gutes Wort einlegen. Der hatte nach vielen Jahren treuer Dienste unter Anton Hunger als dessen Nachfolger in der Porsche AG unvermittelt den neuen Besen herauskehren und „neue Wege“ beschreiten wollen. Dabei ist er sowohl intern als auch extern in jeden Fettnapf getrampelt, der irgendwo im Weg stand. Einen solchen Irrläufer wollte Grühsem dem neuen Porsche-Vorstandschef Müller nicht zumuten. Nun ist das Personalproblem, wenn auch über kleine Umwege, gelöst. Good luck.

Neugierig geworden? Dann abonnieren Sie den dossierB-Newsletter!
Informationen erhalten Sie unter dem Punkt "Newsletter"

Möchten Sie diesen Artikel an Freunde/Bekannte weiterempfehlen? Das können Sie hier tun:

Empfänger:
Name:      Email:  
Absender:
Name:      Email:  
Mitteilung an Empfänger (optional):
 
 


  Fenster schließen