INFORMATION // INSPIRATION // SPEKULATION

INFORMATION ​​/ INSPIRATION / SPEKULATION

​​​Meldungen

​​Meldungen

​​Meldungen

​Die Meldung

Die politisch Verantwortlichen in Brandenburg – speziell in Grünheide – und Berlin sollten sich gerade jetzt genau anschauen, wie sich ihr gefeierter Großinvestor Elon Musk, Chef des E-Autobauers Tesla, derzeit im kalifornischen Bezirk Alameda aufführt. Und auch seine Verkaufspläne für privat genutzte Luxusimmobilien sollten ihnen zu denken geben. Denn alles deutet mehr und mehr darauf hin, dass sie sich mit Musk einen unberechenbaren, wenn nicht gar unzurechnungsfähigen Subventionsempfänger an Land gezogen haben. Im brandenburgischen Grünheide will Tesla bekantlich eine weitere „Gigafabrik“ für die Produktion von E-Autos (vornehmlich das Model 3) und später auch Fertigung von Batterien errichten. Trouble scheint damit programmiert. Das zeigen nicht zuletzt Musks Tiraden rund um sein Stammwerk in Kalifornien in der Nachbarschaft San Francisco. Denn seit das Coronavirus in den USA und vor allem im westlichen Küstenstaat wütet und die Behörden Ausgangssperren und Fabrikschließungen angeordnet haben, scheint der in seinen berühmt berüchtigten Tweets auch „normalerweise“ nicht gerade zimperliche Musk völlig außer Rand und Band geraten zu sein. Mit Beginn des Shutdowns in Kalifornien und in den meisten anderen Bundesstaaten bezweifelte der Tesla-Chef die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2. „Die Coronavirus Panik ist dumm“, schrieb er schon zu Beginn des Ausbruchs der Epidemie in den USA. Als dann die behördlich angeordneten Einschränkungen angeordnet wurden, verlangte Musk, dass sein Werk trotzdem als „systemrelevant“ weiter arbeiten dürfe. Als sich die örtliche Gesundheitsbehörde nicht darauf einließ, drohte Musk mit dem sofortigen Abzug seiner Firmenzentrale in einen anderen Bundestaat – nach Texas oder nach Nevada. Ja sogar die gesamte Fabrik werde er verlagern. Die Beschränkungen in Kalifornien seien undemokratisch und faschistisch – in Großbuchstaben schrieb er „BEFREIT AMERIKA JETZT“. Dass er dafür Applaus von Präsident Donald Trump erhielt, der ebenfalls im gleichen Duktus wie Musk die Öffnung des Werks „JETZT“ forderte, verwundert da nicht.

Wie wenig sich der Tesla-Chef um behördliche Anordnungen schert, zeigten auch die vielen Autos auf dem Werksparkplatz bereits Ende vergangener Woche – noch bevor er die Werksöffnung angekündigt hatte. Und Mitarbeiter berichteten gegenüber amerikanischen Medien, dass trotz Produktionsstopp am Wochenende ( 9./10. Mai) bereits 200 Fahrzeuge gefertigt gefertigt worden seien. Wer aus Sicherheitsgründen nicht arbeiten wolle, bekäme auch kein Geld.

Dabei scheinen die örtlichen Behörden gar nicht so starrsinnig zu sein, wie Musk insinuiert. Das Werk könne schon am 18. Mai öffnen, wenn Tesla sein Konzept für die Sicherheit der Mitarbeiter vorlege. Ein Streit also um eine Woche!

Zur gleichen Zeit irritierte der Tesla-Boss die Anleger mit der beiläufigen Bemerkung, die Aktien von Tesla seinen ja eigentlich überbewertet – wodurch der Kurs prompt auch um rund zehn Prozent absackte. Und schließlich ist da auch noch die Sache mit dem geplanten Verkauf von zwei Luxusresidenzen Masks, der nur der Anfang einer Trennung von unnötigen materiellen Gütern des bisherigen Besitzers sein soll. Klingt ganz nach einer Eingebung von OBEN – oder doch nach schwindenden Cash-Reserven?

Arne Christiani, der Bürgermeister von Grünheide, der Brandenburgische Wirtschafts-minister Jörg Steinbach sowie sein Kollegen im Berliner Senat sollte gewarnt sein.


​Abonieren Sie dossierB

​Probieren Sie uns zum Schnupperpreis von € 68,00 (+ 7% MwSt.) drei Monate lang aus. Eine E-Mail genügt!

​Abonieren Sie dossierB

​Probieren Sie uns zum Schnupperpreis von € 68,00 drei Monate lang aus. Eine E-Mail genügt!

Hier gehts zum DossierB Blog: